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Vom Call Center zum Kreativzentrum? "Glaspalast am Bodden" sucht neue Nutzer

Auf Einladung des Eigentümers, der UNDKRAUSS Baugesellschaft mbH aus Berlin, und der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH (WFG) trafen sich kürzlich 15 regionale Unternehmens-, Hochschul- und Initiativenvertreter, um Ideen für die zukünftige Nutzung des Service Center Standortes in Lietzow auf Rügen zu entwickeln. Ende des vergangenen Jahres reduzierte das dort ansässige Service Center D+S 360 seine Nutzfläche. Somit stehen ab sofort rund 3000 qm Fläche für neue Nutzer zur Verfügung.

 

Thorsten Krauß, geschäftsführender Gesellschafter des Eigentümers, hatte sich Ende des letzten Jahres an Rolf Kammann von der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WFG) gewandt, um das Gebäude über die WFG zu vermarkten. Schnell kam man jedoch überein, für den Standort anspruchsvolle Entwicklungsperspektiven zu entwickeln.

Daraufhin trafen sich schließlich Vertreter der Universität Greifswald, der Hochschule Stralsund, der Deutsche Ventures GC Berlin, der WITENO GmbH Greifswald, der Wirtschaftsakademie Greifswald, des Vereins IT-Lagune Stralsund, des Kreiskulturrates Vorpommern-Rügen, die Galeristin Susanne Burmester aus Putbus, der UNDKRAUSS Baugesellschaft mbH Berlin und der WFG Vorpommern. In einer intensiven Diskussion wurden zahlreiche Möglichkeiten und Vorschläge diskutiert. Platz stünde zum Beispiel für Start up´s, Gründer, Kreative, aber auch für Kunst, Kultur oder Bildung ausreichend zur Verfügung.

Eigentümer Thorsten Krauß meinte hierzu: „Unser Gebäude in Lietzow ist etwas Besonderes und bietet auch besondere Möglichkeiten. Ich bin gespannt, welche Ideen und Vorschläge aus der Region heraus gestaltet werden, und bin für kreative Ansätze offen.“ Rolf Kammann von der WFG Vorpommern ergänzt: „Das ist ein tolles Angebot vom Eigentümer. Normalerweise geht es immer um schnelle Nachnutzungen. Hier haben wir die Möglichkeit, nachhaltige und regional getragene Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Diese Chance gilt es zu nutzen.“

Verabredet wurde schließlich, eine zweite Runde mit breiterer Beteiligung folgen zu lassen, um interessierte Nutzer und Betreiber zusammenzubringen und gemeinsam weiter nach einer geeigneten und kreativen Gesamtnutzung zu suchen, die einen bestmöglichen Nutzen für die Region schafft.

Organisiert wird dies durch die WFG Vorpommern. Interessierte können sich an Karl Kuba unter Tel: 03834-550606 oder kuba[at]invest-in-vorpommern.de wenden. Weitere Informationen zum Objekt finden sich unter www.businesscenter-ruegen.com

 

Hintergrundinformation:

Der Lietzower „Glaspalast“ wurde zu DDR-Zeiten als Seemannsheim geplant und wurde unmittelbar vor der Wende rohbaufertig gestellt. Das Gebäude erwarb später ein Berliner Autohändler, der ein Hotel plante, welches jedoch nie entstand. 2006, als die D+S-Gruppe einen Standort suchte, gelang es der UNDKRAUSS Baugesellschaft mbH, das Objekt aus der Insolvenz zu übernehmen und als Service Center herzurichten. Zeitweise waren dort über 500 Mitarbeiter beschäftigt. Das Gebäude verfügt über insgesamt fast 8.000 qm Gesamtnutzfläche, von denen seit Jahresbeginn ca. 3.000 qm frei stehen.