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Bilanz Wirtschaft – Rückblick 2018 und Ausblick 2019

Insgesamt hat sich Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 positiv entwickelt – das Wirtschaftswachstum ist das stärkste seit der Wiedervereinigung. Insbesondere die Bereiche Tourismus, Handwerk sowie Ernährungs- und Gesundheitswirtschaft weisen eine hohe Auslastung auf, die auf eine weiterhin positive Entwicklung in den kommenden Jahren schließen lässt.

Das Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Halbjahr 2018 um 1,0 Prozent gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Amtes M-V stieg die Zahl der Erwerbstätigen in M-V im III. Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent auf 770.200. Im produzierenden Gewerbe stieg die Erwerbstätigenzahl um 2,8 Prozent bzw. 4.000.

Nach eigenen Schätzungen des Wirtschaftsministeriums wird die gesamtwirtschaftliche Leistung in 2018 auf Jahresbasis preisbereinigt um etwa 1,3 bis 1,6 Prozent gestiegen sein. Für 2019 wird eine ähnliche Steigerungsrate erwartet.

Im Jahr 2018 wurden für 92 Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft insgesamt rund 28,74 Millionen Euro Zuschüsse bewilligt. Dadurch können Investitionen in Höhe von rund 138,44 Millionen Euro realisiert werden. Nach Abschluss aller Vorhaben werden rund 240 Arbeitsplätze neu entstanden und rund 2.260 Arbeitsplätze gesichert (Stand: 12.12.2018) sein.

Die Maritime Industrie ist der Durchstarter 2018. Auf den sechs Großwerften (MV Werften mit Standorten in Rostock, Wismar und Stralsund, Peene Werft in Wolgast, Neptun Werft sowie Tamsen Maritim, beide in Rostock) sind gegenwärtig rund 3.500 Mitarbeiter beschäftigt. Allein der Auftragsbestand im Segment Kreuzschifffahrtbau beträgt gegenwärtig rund 3,6 Milliarden Euro. Die gute Auftragslage der Werften sorgt zudem für Neuansiedlungen durch Zulieferer in der Region, die wiederum Arbeitsplätze entstehen lassen.

In der laufenden EU-Förderperiode bis 2020 wurden die Mittel für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in diesem Jahr um 50 Millionen Euro aufgestockt. Das Wirtschaftsministerium stellt nunmehr 218 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Eine große Herausforderung im Jahr 2019 ist die Nachwuchswerbung, Fachkräftesicherung und die Mitarbeitergewinnung. Zudem ist die Wirtschaft im Land durch kleinbetriebliche Strukturen sowie noch zu geringe Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten geprägt. Hier besteht Arbeitsbedarf um eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit in M-V auszubauen und sicherzustellen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, 27. Dezember 2018