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Vorpommern nach vorn! Neues Regionalranking zur Lebensqualität in Deutschland

Bisher war es Vorpommern gewohnt, bei bundesweiten Regionalvergleichen meist auf den hinteren Plätzen der Rankings Platz nehmen zu müssen. Die jüngst im Auftrag des Zweiten Deutschen Fernsehens durch die PROGNOS AG erstellte Studie „Wo lebt es sich am besten? Die große Deutschland-Studie“ zeigt nun überraschend ein anderes Bild. Denn unter den 401 untersuchten Landkreisen und kreisfreien Städte schaffte es Vorpommern-Greifswald immerhin auf Platz 216 und Vorpommern-Rügen sogar auf Platz 93. Beide Landkreise befinden sich damit weit entfernt von der „Abstiegszone“. Überhaupt zeigt die Studie ein anderes Bild als das klassische West-Ost-Gefälle, finden sich doch viele ostdeutsche Standorte im oberen Drittel der Regionen wieder.

Zwar erzielen die vorpommerschen Landkreise im Themenbereich Arbeiten & Wohnen und insbesondere bei Arbeitslosenquote und Kaufkraft keine Spitzenwerte, erreichen aber beispielsweise bei Teilbewertungen zu Frauenbeschäftigung, Verschuldung von Haushalten und sogar bei den Pendlerdistanzen befriedigende bis gute Ergebnisse. Vor allem punktet Vorpommern aber im Bereich Freizeit & Natur. Hier belegt Vorpommern-Rügen sogar Platz 3 im deutschlandweiten Gesamtvergleich. Bei den Sonnenstunden, auch ein Bewertungskriterium, liegen beide Landkreise - wen wundert´s - natürlich unter den TOP 10.

Nun liegen die letzten regionalen Umfrageergebnisse mit eher durchwachsenen Ergebnissen für den Nordosten noch nicht solange zurück. Hat sich also in der jüngeren Vergangenheit viel verändert und ist die Lebensqualität in Vorpommern zuletzt drastisch gestiegen? Wohl kaum, denn auch wenn sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren spürbar positiv entwickelten und der Freizeit- und Erholungswert schon immer von hoherQualität war, ist ja nicht erst von gestern auf heute alles um ein Vielfaches besser geworden. Es liegt wohl eher in Art und Aufbereitung der erhobenen Daten begründet. Werden nämlich weiche Standortfaktoren stärker in die Frage nach der Standort- und Lebensqualität einbezogen, entsteht unvermutet ein anderes Bild und die so genannten strukturschwachen ländlichen Räume schneiden besser ab.

Aus Sicht der WFG Vorpommern zeigt sich aber vor allem eins. So schön die neue Studie auch ist, man sollte sie – ebenso wie ihre zahlreichen Vorgängeruntersuchungen – nicht überbewerten. Es ist genau so wenig angebracht, jetzt in Jubel auszubrechen wie man bei früheren Untersuchungen vor Scham versinken musste. Stattdessen gilt es, die regionalen Stärken selbstbewusst zu vertreten und weiter zu entwickeln und an den Schwächen zu arbeiten, um, sie zu mindern und auszugleichen. Dass Vorpommern eine schöne Region zum Leben, Arbeiten und Investieren ist, wissen die hier lebenden Menschen ohnehin schon länger.

Quelle und mehr Infos unter https://deutschland-studie.zdf.de